Stefan Schindl, Der Offizier
Gesichtslesen erklärt
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Welche Fotos braucht ein Face Reading?

Kurz gesagt. Für ein Reading bei Stefan Schindl genügen drei Fotos: eines frontal auf Augenhöhe, eines im Profil von rechts und eines im Profil von links. Wichtig sind gutes Tageslicht und kein Filter. Wurde im Gesicht operiert, braucht es zusätzlich Fotos aus der Zeit davor. Die Fotos bleiben auf seinem Computer.

Von Stefan Schindl · Stand


Die drei Aufnahmen

Stefan Schindl liest Merkmale, Formen und Proportionen. Dafür braucht er das Gesicht aus drei Richtungen. Das erste Foto zeigt das Gesicht frontal. Die Kamera ist dabei auf Höhe der Augen, der Blick geht gerade in die Kamera. Das zweite Foto zeigt das Profil von rechts, das dritte das Profil von links. Für die Profile ist das Gesicht ganz zur Seite gedreht.

Die Profile zeigen, was frontal kaum zu sehen ist, etwa die Form von Stirn, Nase und Kinn. Hilfreich sind Fotos ohne Brille, auf denen Stirn und Ohren frei sind.


Licht, Filter und Abstand

Gutes Tageslicht zeigt das Gesicht, wie es ist. Direkte Sonne wirft harte Schatten. Weiches Licht, etwa an einem Fenster, eignet sich meist besser.

Filter und Verschönerungsfunktionen glätten die Haut und verändern manchmal auch Formen. Deshalb braucht es Fotos ohne Filter.

Auch der Abstand zählt. Auf Fotos aus sehr kurzer Entfernung wirkt die Nase größer, als sie ist. Das zeigte 2018 eine Berechnung zu Selfies. Besser ist es, wenn eine zweite Person fotografiert oder die Kamera mit Selbstauslöser in etwas Abstand steht.


Nach einer Operation im Gesicht

Wurde im Gesicht operiert, ob als Schönheitsoperation oder aus einem anderen Grund, sollte Stefan Schindl das vor dem Reading wissen. In diesem Fall braucht er zusätzlich Fotos aus der Zeit vor der Operation.


Was mit den Fotos geschieht

Die Fotos kommen per E-Mail. Stefan Schindl verwendet sie nur für die Vorbereitung des Readings. Er speichert sie auf seinem Computer in einem Ordner, der mit keinem Cloud-Dienst abgeglichen wird. Er lädt sie in keine App und in kein KI-Programm. Er gibt sie an niemanden weiter. Näheres steht in der Datenschutzerklärung.


Fragen

Reichen Selfies?
Ein Selfie aus kurzer Entfernung verzerrt die Proportionen. Besser eignen sich Fotos, die jemand anderer aufnimmt oder die mit Selbstauslöser und etwas Abstand entstehen.
Warum liest Stefan Schindl die Fotos vor dem Gespräch?
Er geht das Gesicht in Ruhe in einer festen Reihenfolge durch und schreibt auf, was er liest. Das geschieht, bevor die Person etwas über sich erzählt. Während des Readings muss sie deshalb nichts mitschreiben.
Braucht es ein Video vom Gesicht?
Nein. Für die Vorbereitung genügen die drei Fotos. Das Reading selbst findet persönlich oder online per Video statt.

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Quellen

  • Ward, Ward, Fried und Paskhover: Nasal distortion in short-distance photographs: the selfie effect. JAMA Facial Plastic Surgery, Jahrgang 20, 2018, Seiten 333 bis 335. doi.org/10.1001/jamafacial.2018.0009

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