Welche Gesichtsformen unterscheidet Siang Mien?
Kurz gesagt. Jedes Reading beginnt mit der Form des ganzen Gesichts. Das Siang Mien unterscheidet mehrere Formen. Eine davon ist das Jade-Gesicht, herzförmig oder diamantförmig, mit rundem Kinn und hohen Wangenknochen. Eine Form allein ergibt noch kein Bild. Erst zusammen mit den übrigen Merkmalen wird sie deutlich.
Von Stefan Schindl · Stand
Warum die Form zuerst gelesen wird
Stefan Schindl beginnt jedes Reading beim Gesamteindruck. Er sieht sich die Form des Gesichts an und wie die Teile zueinander stehen. Die Form gibt den Rahmen. Alles, was danach kommt, wird in diesem Rahmen gelesen. Welche Bereiche danach an der Reihe sind, steht auf der Seite Welche Merkmale liest man beim Gesichtslesen?
Das Jade-Gesicht
Eine dieser Formen heißt Jade-Gesicht. Ihr Umriss ist herzförmig, manchmal auch diamantförmig. Dazu gehören ein rundes Kinn und hohe, stark ausgeprägte Wangenknochen. Die Lippen sind voll und stehen in gutem Verhältnis zum übrigen Gesicht. Oft kommen große Pupillen dazu, nicht immer lange Wimpern. Die Nase ist häufig fein. Diese Form findet sich häufiger bei Frauen.
Was ein reines Jade-Gesicht zeigt
Zeigt ein Gesicht diese Form in reiner Ausprägung, beschreibt die Lehre einen Menschen mit starker Vorstellungskraft. Er träumt gern und ist feinfühlig. Qualität und Ästhetik sind ihm wichtig. Dazu kommen eine romantische Ader, Einfühlungsvermögen und Intuition. Solche Menschen sind neugierig und kreativ. Andere mögen sie oft schnell.
Auch das gilt erst im Zusammenspiel. Trägt ein Gesicht Merkmale mehrerer Formen, liest Stefan Schindl sie gemeinsam.
Wie viele Formen es gibt
Nach der chinesischen Überlieferung gibt es 30 Gesichtsformen. Bei vielen Menschen kommen mehrere davon zusammen. Die Lehre geht von dieser Verteilung aus:
- etwa 30 Prozent zeigen eine einzige Form, zum Beispiel ein reines Jade-Gesicht
- etwa 50 Prozent zeigen zwei Formen, also Jade und eine weitere
- etwa 15 Prozent zeigen drei Formen
- bei 3 bis 5 Prozent sind es mehr als drei
Diese Verteilung stammt aus der Lehre. Gezählt hat sie niemand.
Warum hier nicht alle Formen stehen
Das Jade-Gesicht steht hier als Beispiel. Die weiteren Formen gibt Stefan Schindl im Reading weiter. Dieses Wissen stammt aus einer Überlieferung, die von Lehrer zu Schüler weitergereicht wird. Er hat es bei seinem Mentor gelernt, der das Face Reading in Österreich und Deutschland lehrt.
Was eine Form nicht sagt
Eine Gesichtsform sagt nichts über die Zukunft. Sie zeigt keine Krankheit und keine Herkunft. Sie taugt auch nicht als Maßstab, um andere Menschen zu beurteilen. Die Lehre bewertet Formen nicht, sie beschreibt Anlagen. Gesichtslesen ist keine Wissenschaft. Gesichter anderer Menschen liest Stefan Schindl nur mit deren Wissen.