Was sagt die Stirn über einen Menschen aus?
Kurz gesagt. Im Siang Mien steht die Stirn für die Denkweise eines Menschen. Gelesen werden ihre Höhe, ihre Breite, ihre Wölbung und die Falten darauf. Für sich allein sagt keines dieser Merkmale viel. Erst zusammen mit anderen Merkmalen im Gesicht ergibt sich ein Bild.
Von Stefan Schindl · Stand
Die Stirn zeigt die Denkweise
Nach dem Siang Mien zeigt die Stirn, wie ein Mensch denkt und womit er sich gedanklich viel beschäftigt. Dazu gehört auch, wie aufgeschlossen jemand Neuem gegenübersteht.
Jedes einzelne Merkmal ist dabei ein Hinweis, mehr nicht. Stefan Schindl vergleicht das mit der Arbeit eines Detektivs. Ein einzelner Hinweis ist ein Indiz. Erst mehrere Hinweise zusammen ergeben ein klares Bild.
Die drei waagrechten Falten
Das Siang Mien unterscheidet drei waagrechte Stirnfalten. Jede steht für einen Bereich, in dem sich das Denken eines Menschen bewegt hat.
- Die unterste ist die materielle Falte. Gemeint ist das Physische in dieser Welt. Dazu zählt Geld, ebenso Familie oder Freundschaften.
- Die mittlere ist die Ego-Falte. Sie zeigt einen Menschen, der sich gedanklich viel mit sich selbst befasst, mit seinen Fähigkeiten, seinem Vorankommen und seinem Lebensweg.
- Die oberste ist die ideelle Falte. Sie zeigt, ob sich jemand viel mit Immateriellem und mit Sinnfragen beschäftigt hat.
Welcher Religion ein Mensch angehört, liest Stefan Schindl aus dem Gesicht nicht.
Wenn die Falten unterbrochen sind
Gelesen wird auch der Verlauf einer Falte. Ist sie durchgehend? Ist sie unterbrochen? Oder ist nur ein Teil von ihr zu sehen?
Sind alle drei Falten mehrfach unterbrochen, deutet das nach dieser Lehre auf einen Menschen mit vielen Interessen. Er befasst sich mit vielen Dingen und Wegen. Darin liegt zugleich eine Herausforderung. Oft beginnt ein solcher Mensch vieles und bringt es nicht zu Ende. Verlässlichkeit ist dann ein Feld, an dem er arbeiten darf. Auch das gilt erst im Zusammenspiel mit anderen Merkmalen.
Die senkrechten Falten
Senkrechte Falten haben eine eigene Bedeutung. Ein Beispiel ist die hängende Nadel. So heißt eine stark ausgeprägte senkrechte Falte zwischen den Augenbrauen, mittig über der Nase.
Nach dieser Lehre steht sie für einen Menschen, der genau weiß, was er will. Seine Ziele verfolgt er mit Ausdauer und mit Verbissenheit. Auch hier gehört die Herausforderung dazu. Solche Menschen wollen oft mit dem Kopf durch die Wand und Dinge erzwingen. Im Reading leitet Stefan Schindl daraus einen Rat ab, wie jemand aus diesem Extrem herausfindet. Was die Person damit macht, entscheidet sie selbst.
Höhe, Breite und Wölbung
Auch Höhe, Breite und Wölbung gehören zur Lesart der Stirn. Für sich genommen sagen sie wenig. Erst in Verbindung mit anderen Merkmalen wird das Bild deutlicher. Kommt zu einer entsprechenden Form der Stirn eine hohe Ohrenstellung dazu, spricht das nach dieser Lehre für einen Menschen, der schnell entscheidet und einen scharfen Verstand hat.
Was die Stirn nicht sagt
Die Stirn sagt nichts über die Zukunft. Sie zeigt keine Krankheit und keine Herkunft. Als Maßstab, um andere Menschen zu beurteilen, taugt sie ebenfalls nicht. Ein Reading dient der Selbsterkenntnis. Gesichter anderer Menschen liest Stefan Schindl nur mit deren Wissen. Gesichtslesen ist keine Wissenschaft.
Wie die Stirn ins Reading kommt
Für ein Reading braucht Stefan Schindl drei Fotos. Das Foto von vorne zeigt Höhe, Breite und die Falten, die beiden Profile zeigen die Wölbung. Er geht jedes Gesicht in einer festen Reihenfolge durch und liest die Stirn im Zusammenhang mit allen anderen Bereichen. Welche das sind, steht auf der Seite Welche Merkmale liest man beim Gesichtslesen?