Welche Merkmale liest man beim Gesichtslesen?
Kurz gesagt. Beim Gesichtslesen nach Siang Mien liest Stefan Schindl zuerst die Form des ganzen Gesichts und die Proportionen. Danach geht er die einzelnen Bereiche durch: Stirn, Augenbrauen, Augen, Nase, Wangen, Ohren, Mund, Kiefer und Kinn. Dazu kommen Falten und Muttermale. Über 300 Merkmale sind es insgesamt.
Von Stefan Schindl · Stand
Erst das Ganze, dann die Teile
Ein Reading beginnt beim Gesamteindruck. Stefan Schindl sieht sich die Form des Gesichts an und wie die Teile zueinander stehen. Erst danach geht er die einzelnen Bereiche durch, immer in derselben Reihenfolge.
Diese Ordnung hat einen Grund. Wer bei einem auffälligen Einzelteil beginnt, liest den Rest des Gesichts von dort aus. Die Proportionen zuerst zu nehmen hält den Blick offen.
Welche Bereiche gelesen werden
Gelesen werden Merkmale, Formen und Proportionen in diesen Bereichen:
- Form des Gesichts und das Verhältnis der Teile zueinander
- Stirn
- Augenbrauen
- Augen, dazu Lider, Wimpern, Pupillen und Lederhaut
- Nase
- Wangen und Wangenknochen
- Ohren
- Mund und Lippen
- Kiefer und Kinn
- Falten und Muttermale
In einem Gesicht stehen über 300 solcher Merkmale. Für ein Reading braucht Stefan Schindl deshalb drei Fotos, auf denen das Gesicht von vorne und von beiden Seiten zu sehen ist.
Warum ein einzelnes Merkmal wenig sagt
Ein Merkmal allein ergibt kein Bild. Erst im Zusammenspiel zeigen die Merkmale eine Persönlichkeitsstruktur. Manche zeigen in dieselbe Richtung, andere in verschiedene. Solche Gegensätze heißen im Siang Mien Widersprüche und gelten nicht als Fehler. Sie zeigen, dass mehrere Anlagen nebeneinanderliegen.
Ein Teil der Merkmale gehört zur angeborenen Persönlichkeit. Andere entwickeln sich im Lauf des Lebens mit dem Charakter. Was wovon kommt, liest Stefan Schindl im Reading heraus. Mehr dazu steht auf der Seite Kann man den Charakter am Gesicht erkennen?
Ein Beispiel: die Stirn
Nach dem Siang Mien steht die Stirn für die Denkweise eines Menschen. Gelesen werden ihre Höhe, ihre Breite, ihre Wölbung und die Falten darauf. Zusammen zeigen sie, wie jemand denkt und in welchen Bereichen er sich gedanklich viel aufhält.
Was die einzelnen Stirnfalten bedeuten, steht auf der Seite Was sagt die Stirn über einen Menschen aus?
Was nicht gelesen wird
Aus den Merkmalen liest Stefan Schindl keine Zukunft. Er liest auch keine Krankheit, keine Herkunft, keine Religion und keine sexuelle Orientierung. Gesichtslesen ist keine Wissenschaft und ersetzt weder Psychotherapie noch Lebens- und Sozialberatung.
Manche Gesichtsleser bieten zusätzlich Antlitzdiagnostik an. Dabei wird aus dem Gesicht auf Mineralstoffmängel geschlossen. Stefan Schindl arbeitet nicht so. Diagnosen stellt er keine, das ist Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Gesichter anderer Menschen liest er nur mit deren Wissen.
Wie die Merkmale ins Reading kommen
Stefan Schindl geht das Gesicht anhand der Fotos durch und schreibt auf, was er liest. Das geschieht, bevor die Person etwas über sich erzählt. Im Gespräch nennt er dann jedes gelesene Merkmal und erklärt, wofür es im Siang Mien steht. Wie ein Reading abläuft, steht auf der Seite Gesichtslesen nach Siang Mien.